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Geänderte Bedarfsplanung: Nur noch eine Arztgruppe der Chirurgen und Orthopäden

Ab sofort bilden Chirurgen und Orthopäden bedarfsplanungsrechtlich eine einheitliche Arztgruppe der Chirurgen und Orthopäden. Damit vollzieht der Gemeinsame Bundesausschuss eine bereits in 2003 beschlossene Änderung der Musterweiterbildungsordnung nach.

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Rechtsanwältin Sylvia Köchling
Rechtsanwältin Sylvia Köchling
Fachanwältin für Medizinrecht
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Zum 17. Januar 2019 ist eine Änderung der Bedarfsplanungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in Kraft getreten, die Auswirkungen auf die Nachbesetzung von chirurgischen und orthopädischen Arztstellen in einer Vertragsarztpraxis und einem MVZ hat.

Zum Hintergrund

Mit der Reform der (Muster-)Weiterbildungsordnung 2003 wurden die bisher getrennten Fachgebiete Chirurgie und Orthopädie zu dem neuen Fachgebiet Chirurgie zusammengefasst. Ferner wurde der bisherige Facharzt für Orthopädie und der bisherige Facharzt für Chirurgie mit Schwerpunkt Unfallchirurgie im „neuen“ Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie zusammengefasst.

Diese Änderung der (Muster-)Weiterbildungsordnung hat der G-BA mit einem am 20. September 2018 gefassten Beschluss zur Änderung der Bedarfsplanungs-Richtlinie, der zum 17. Januar 2019 in Kraft getreten ist, nachvollzogen, indem die bisher getrennt geführten Arztgruppen der Orthopäden und der Chirurgen bedarfsplanungsrechtlich in eine einheitliche "Arztgruppe der Chirurgen und Orthopäden" zusammengeführt werden.

Wortlaut der geänderten Bedarfsplanungs-Richtlinie

Gemäß § 12 Abs. 2 Nr. 2 der Bedarfsplanungs-Richtlinie gehören zur Arztgruppe der Chirurgen und Orthopäden die Fachärzte für Chirurgie, die Fachärzte für Allgemeine Chirurgie, die Fachärzte für Kinderchirurgie, die Fachärzte für Plastische Chirurgie, die Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie, die Fachärzte für Gefäßchirurgie, die Fachärzte für Visceralchirurgie, die Fachärzte für Orthopädie sowie die Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie. Nicht zu dieser Arztgruppe gehören die Fachärzte für Herzchirurgie und die Fachärzte für Thoraxchirurgie.

Auswirkungen auf die Praxis

Mit dem Beschluss öffnet der G-BA bewusst den Spielraum bei der Nachbesetzung von chirurgischen und orthopädischen Arztstellen innerhalb der neu geschaffenen Arztgruppe. Ab sofort können chirurgische Arztstellen in einer Vertragsarztpraxis oder einem MVZ durch einen Facharzt für Orthopädie nachbesetzt werden. Chirurgische Arztstellen können auch durch einen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie nachbesetzt werden.

Gerne unterstützen wir Sie im Nachbesetzungsverfahren.

 

 

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