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Erfahrung schafft Vertrauen

Erstellung von Sanierungskonzepten

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. Matthias Pick
Dipl.-Kfm. Matthias Pick
Wirtschaftsprüfer/Steuerberater
0251 - 48204-44
m.pick@bpg-muenster.de

Wenn strategische Krisen nicht rechtzeitig erkannt werden, sind die Folgen oft weitreichend: Ergebnis- und Rentabilitätsziele werden nachhaltig verfehlt und nicht selten wird die finanzielle Leistungsfähigkeit des Unternehmens "schleichend" ausgehöhlt.

Denken Sie nicht nur im Zusammenhang mit Insolvenzen an die Erstellung eines Sanierungskonzepts. Denken Sie bereits daran, wenn es Ihnen bei der Durchsicht Ihrer betriebswirtschaftlichen Auswertung auffällt, dass Ihr Unternehmen deutlich hinter dem Branchendurchschnitt zurückbleibt, dass es Marktanteile verliert oder dass die Nachfrage nach den Hauptumsatzträgern stark zurückgeht und die Kapitalbindung im Unternehmen steigt.

Um nicht in eine Erfolgs- und Liquiditätskrise hineinzurutschen, müssen Sie bereits jetzt die Situation des Unternehmens analysieren und Gegenmaßnahmen einleiten. Dabei können wir Sie z. B. durch die Erstellung eines Sanierungskonzeptes unterstützen. Viele der erforderlichen Informationen können direkt aus der FiBu übernommen oder abgeleitet werden. Je nach Lage und Auftrag kann das zu erstellende Konzept umfassend oder auf bestimmte Aspekte beschränkt sein.

Die bestandsgefährdenden Probleme einer Unternehmung entwickeln sich in aller Regel als aufeinander aufbauende Krisenstadien: Stakeholder-, Strategie-, Dienstleistungs- und Absatzkrise, Erfolgs- sowie Liquiditätskrise bis hin zur Insolvenzreife.

Sanierungskonzept-Entwicklung der Kriesenstadien

Sanierungskonzept-Entwicklung der Krisenstadien

Das jeweilige Krisenstadium bestimmt Inhalt und Detaillierungsgrad eines Sanierungskonzeptes, wobei aufgrund der sich im Zeitablauf aufbauenden Probleme auch immer zu prüfen ist, ob vorausgehende Krisenstadien zu berücksichtigen sind.

Stakeholderkrise

Die Stakeholderkrise (Stakeholder = Mitglieder von Geschäftsführung und Aufsichtsrat, Gesellschafter, Gläubiger) zeichnet sich durch Blockaden und Polarisierungen innerhalb der Stakeholder aus, die auf die Mitarbeiter ausstrahlen. Das Führungsverhalten wird schleichend nachlässig, die Unternehmenskultur wird nicht mehr gelebt.

Strategiekrise

Die Strategiekrise ist in erster Linie durch den Verlust an Marktanteilen zu erkennen, die entweder auf eine unklare bzw. fehlende oder auf eine falsche Einschätzung der Wettbewerbssituation zurückzuführen ist. In der Folge sind vor allem Fehlinvestitionen einschließlich Investitionen in nicht marktgängige Leistungsinnovationen zu beobachten, die zu strategischen Lücken führen.

Dienstleistungs- und Absatzkrise

Eine Dienstleistungs- und Absatzkrise liegt vor, wenn der Absatz nicht nur vorübergehend stark zurückgeht. Die Ursachen hierfür können in mangelhafter Marketing- und Vertriebsarbeit, starkem Wettbewerb, Qualitätsproblemen oder auch mangelhafter Servicequalität liegen.

Erfolgskrise

In der Erfolgskrise schließlich als Ergebnis der vorhergehend durchlaufenen Krisenstadien werden die Eigenkapitalkosten nicht mehr verdient. Durch nicht gestoppte Nachfragerückgänge bei gleichgebliebenen Personal- und Sachkosten entstehen Verluste bis hin zum vollständigen Verzehr des Eigenkapitals.

Darüber hinaus wird das Unternehmen zunehmend kreditunwürdig, nachhaltige Sanierungsmaßnahmen wie Investitionen in Anlagevermögen und in innovative Dienstleistungen sind in der Regel nicht mehr möglich. Erste kriseninduzierte Liquiditätssteuerungsmaßnahmen müssen ergriffen werden.

Liquiditätskrise

In der sich an die Erfolgskrise zwangsläufig anschließenden Liquiditätskrise ist der Bestand des Unternehmens gefährdet; eine sich zuspitzende Liquiditätskrise kann zum Insolvenzgrund "drohende oder eingetretene Zahlungsunfähigkeit" führen.

Wesentlich entscheidend für den Erfolg einer Sanierung ist die genaue Analyse der Krisenursachen. Nach unseren Erfahrungen ist dies der Haupt- und zugleich schwierigste Punkt im Rahmen der Erstellung eines Sanierungskonzeptes. Häufig wird in der Praxis dieser Punkt nicht ausreichend berücksichtigt – es wird sogenanntes „frisches Kapital“ in die Unternehmung eingebracht (als Gesellschafterdarlehen oder – in frühen Stadien noch möglich – als Bankdarlehen), das dann für eine gewisse Zeit die akuten Probleme überbrückt, jedoch die Krisenursachen nicht beseitigt.

Durch unsere unkomplizierte Zusammenarbeit der Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte und Unternehmensberater unserer Unternehmensgruppe wird dieser Frage von uns erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt, um eine für Eigentümer und Gläubiger gleichermaßen erfolgreiche nachhaltige Sanierung anzustreben.

Sanierungskonzept - Integrierte Vermögens-, Ertrags-, und Liquiditätsplanung

Das Leitbild des sanierten Unternehmens soll ein wettbewerbsfähiges, für Eigen- und Fremdkapitalgeber wieder attraktives Unternehmen aufzeigen. Der integrierte Unternehmensplan quantifiziert die Auswirkungen der hierfür umzusetzenden Maßnahmen im Rahmen einer Vermögens-, Ertrags-, und Liquiditätsplanung (denen jeweils leistungswirtschaftliche Pläne wie Absatz- und Beschaffungsplanung, Personalplanung etc. zugrunde liegen).

Sanierungskonzept-Prüfung für Kreditgeber

Möglicherweise sind Sie aus eigener Kraft dazu in der Lage, ein Sanierungskonzept zu erstellen und mit einer integrierten Unternehmensplanung die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens im Zeitablauf darzustellen. Bei Vorlage dieses von Ihnen erstellten Sanierungskonzeptes wird das finanzierende Kreditinstitut Sie möglicherweise bitten, das Sanierungskonzept von einem Wirtschaftsprüfer prüfen zu lassen. Das Kreditinstitut kommt mit dieser Vorgehensweise den Verpflichtungen aus dem Kreditwesengesetz nach, denen sich das Kreditinstitut nicht entziehen kann. Jedenfalls wird der Abschlussprüfer des Kreditinstituts im Rahmen der Kreditprüfung bei wirtschaftlicher Schieflage des Kreditempfängers nachfragen, ob ein entsprechend geprüftes Sanierungskonzept vorliegt.

Wir übernehmen für Sie die Prüfung des von Ihnen erstellten Sanierungskonzeptes. Hierbei beachten wir die Grundsätze des Berufsstands der Wirtschaftsprüfer, die in dem Standard 6 (IDW S 6) zugrunde gelegt sind. Danach müssen bestimmte Kernbestandteile in dem Sanierungskonzept enthalten sein, damit die Prüfung des Sanierungskonzeptes mit positivem Ergebnis enden kann. Daher empfiehlt sich bereits die Kontaktaufnahme zu uns bei Erstellung des Sanierungskonzeptes, damit wir Ihnen einige grundlegende Notwendigkeiten und Kernbestandteile darstellen und mit auf den Weg geben können.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. Matthias Pick
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Wirtschaftsprüfer/Steuerberater
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