Bild: Steine

Erfahrung schafft Vertrauen

Die Tagespflege – Ein Modell mit Zukunftsaussicht

Das Geschäft der Tagespflege boomt seit der Änderung der Pflegestärkungsgesetze I-III, Tendenz steigend. Für die Eröffnung einer Tagespflege müssen diverse Punkte beachtet werden.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Geschäftsführer der
BPG Unternehmensberatungsgesellschaft

0251 - 41832-0
a.kamp@bpg-muenster.de

Durch die Pflegestärkungsgesetze I-III (PSG) wurde die Pflege neugeordnet. Dies brachte in der ambulanten Pflege einige positive Veränderungen mit sich, wie die Aufnahme von Demenzerkrankten in den Pflegebedürftigkeitsbegriff und der Anspruch solcher auf entgeltliche Leistungen durch die Pflegekasse. Zudem entstand durch das PSG eine deutliche Verbesserung hinsichtlich der Finanzierung der Tagespflege für Angehörige und Pflegebedürftige.

Es wurde erwartet, dass die Inanspruchnahme häuslicher Pflege und folglich der Bedarf einer Entlastung von Pflegepersonen steigt. Diese Erwartung trat auch ein und bereits im Jahr 2015 erlebte die Tagespflege einen Boom, Tendenz weiter steigend. Die Veränderungen möchte der Bundesgesundheitsbeauftragte weiter ausführen, indem die Tagespflege verstärkt gefördert wird. Dieser Ansatz folgt dem neueren Grundsatz der Ambulantisierung des Gesundheitswesens („ambulant vor stationär“).

Was sollte bei einem angestrebten Einstieg in den Tagespflegemarkt beachtet werden?

Grundsätzlich müssen zwei wichtige Kriterien beachtet werden: Als Erstes sollte eine Analyse des Marktumfeldes erfolgen. Es empfiehlt sich, Konkurrenten im Umkreis zu identifizieren und den zusätzlichen Bedarf an Tagespflegeeinrichtungen auf der lokalen Ebene mit Hilfe der statistischen Landesämter zu ermitteln. Zudem sollte auch darauf geachtet werden, ob potentielle Kooperationspartner zur Verfügung stehen, die weder an eine stationäre Einrichtung angebunden sind noch selbst über ein Tagespflegeangebot verfügen. Solche Kooperationen können von rein informellen Absprachen bis hin zu ganzen Kooperationsverträgen reichen.

Als Zweites sollten die baulichen Gegebenheiten geprüft werden,  ob die vorhandenen Gebäude Bestandsbauten oder Neubauten sind. Oftmals handelt es sich bei Bestandsbauten um geförderte Einrichtungen oder aber der Investitionssatz ist auf den gesamten Gebäudekomplex berechnet. Ist dies der Fall, ist mit den Kostenträgern eine Umwindung von Gebäudeteilen zu verhandeln. Andernfalls handelt es sich um eine bestimmungsfremde Nutzung, welche verboten ist. Ein geeigneter, gegebenenfalls neuer Mietvertrag und die Umstrukturierung des Personals können erforderlich werden. An dieser Stelle ist aber auch darauf zu verweisen, dass mögliche Synergiepotentiale zwischen bereits bestehenden Pflegeangeboten und einer Tagespflege genutzt werden können (gemeinsames Personal/ Küche etc.).

Testangebot starten!

Wer sich bei einem Geschäftskonzept der Tagespflege unsicher ist, kann ein Testangebot starten, um sogenannte „Schwellenängste“ abzubauen. Beispielhaft kann an einem Nachmittag oder an einem Tag eine Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenzerkrankungen angeboten werden. Möglich ist dies auch über das Modell der „eingestreuten Tagespflege“, bei dem Tagesgäste innerhalb eines Wohnbereiches bzw. einer Wohngruppe mitbetreut werden. Dies bringt Vorteile im Hinblick auf eine mögliche „Quartiersbildung“, um sich dauerhaft am Markt zu etablieren und die Leistungskette der Pflege zu vervollständigen.

Ein guter Start in die Tagespflege – so funktionieren die ersten Schritte

Bevor die nachfolgende Checkliste betrachtet wird ist darauf hinzuweisen, dass diverse Berechnungen (KLR, Finanzierungskosten, Marktpreiskalkulation etc.) durchgeführt werden müssen. Für einen (Neu-) Antrag auf den Aufbau einer Tagespflege sind die Rahmenverträge des §75 SGB XI maßgeblich. Die nachfolgend dargestellten Schritte für den Aufbau können nach Landesrecht variieren, sollten aber nacheinander abgearbeitet werden:

Checkliste der Schritte für einen (Neu-) Antrag auf den Aufbau einer Tagespflege
 

Fazit

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Tagespflege ein Pflegemodell ist, das ein großes Potential in sich birgt und dadurch in Zukunft verschiedenste Versorgungsformen angeboten werden können. Unterschiedliche Kooperationsmöglichkeiten und die verschiedenen Möglichkeiten zur Aufstellung einer Tagespflege machen dieses Konzept für Leistungserbringer und Leistungsnehmer attraktiv. Fakt ist jedoch heute schon, dass durch die Pflegestärkungsgesetze die Grundlage für einen Ausbau der Tagespflege geschaffen wurde und dieser in Zukunft weiter voranschreiten wird.

Interessieren Sie sich für das Geschäftsfeld der Tagespflege?

Dann treten Sie gerne mit uns in Kontakt. Die BPG Unternehmensberatung steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung, um Sie bei einem Einstieg in die Tagespflege mit kompetentem Fachwissen zu unterstützen.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Geschäftsführer der
BPG Unternehmensberatungsgesellschaft

0251 - 41832-0
a.kamp@bpg-muenster.de

sekretariat@bpg-muenster.de 004925148204-0 Nevinghoff 30
Münster
Nordrhein-Westfalen
48147
Deutschland