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Erfahrung schafft Vertrauen

Seit 01.11.2020 gehört die Dosierungsanleitung auf das Rezept

Seit dem 1. November 2020 muss die Dosierung von Arzneimitteln auf Rezepten angegeben werden.

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Rechtsanwältin Sylvia Köchling
Rechtsanwältin Sylvia Köchling
Fachanwältin für Medizinrecht
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Bei der Verordnung von Fertigarzneimitteln muss künftig die Dosierung auf den Rezepten angegeben werden.

Änderung der Arzeimittelverschreibungsverordnung

Dies verlangt eine Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), die zum 1. November 2020 in Kraft getreten ist. Danach muss der Arzt künftig die Dosierung des verordneten Fertigarzneimittels (z.B. durch den Zahlencode "1 - 1 - 1" für morgens, mittags und abends je eine Tablette) auf der Verordnung angeben. Die Dosierungsanleitung kann nur unterbleiben, wenn dem Patienten ein Medikationsplan, der das verschriebene Arzneimittel umfasst, oder eine schriftliche Dosierungsanweisung ausgehändigt wurde und wenn der Arzt dies auf dem Rezept durch die Abkürzung "Dj" (Kürzel steht für "Dosierungsanleitung ja") kenntlich gemacht hat.

Wenn das Rezept vorstehende Angaben nicht enthält, darf der Apotheker das Arzneimittel nicht aushändigen.

Praxistipp

Deshalb sollten Ärzte künftig darauf achten, dass sich die Dosierungsanleitung auf dem Rezept befindet. Andernfalls kommt es zu zeitraubenden Rückfragen der Apotheke in der Arztpraxis und für die Patienten zu unnötigen Wartezeiten in der Apotheke. Der Apotheker darf die Angabe der Dosierung nach Rücksprache mit dem Arzt auf dem Rezept ergänzen und sollte die vorgenommenen Ergänzungen mit Datum und Unterschrift abzeichnen.

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