Bild: Steine

Erfahrung schafft Vertrauen

Generalistische Pflegeausbildung: Die Altenhilfe als Verlierer der Reform?

Kritiker befürchten, dass die Vereinigung der drei Pflegeausbildungen zu einem Stellenabbau in den Pflegeheimen und gleichzeitig zu einem Verlust der auf Demenzerkrankungen spezialisierten Altenpflege führen wird.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Geschäftsführer der
BPG Unternehmensberatungsgesellschaft

0251 - 41832-0
a.kamp@bpg-muenster.de

Kritische Stimmen zu den Plänen der Bundesregierung, die drei Pflegeausbildungen "Altenpflege", "Gesundheits- und Krankenpflege" und "Gesundheits- und Kinderkrankenpflege" zusammen zu legen, werden lauter. So befürchtet der Bundesverband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen (BKSB), dass die Reform der Pflegeausbildung zu einem Abbau an Pflegestellen in den Pflegeheimen führen wird. Grund dafür ist die in § 27 Abs. 2 des Gesetzentwurfs zur Generalistik geplante Regelung, wonach Auszubildende in Heimen im Verhältnis von 9,5:1 auf die Stelle einer voll ausgebildeten Pflegefachkraft angerechnet werden sollen. In der Praxis bedeute dies, dass Pflegefachkräfte abgebaut werden müssen, um die vollständige Finanzierung der Ausbildungskosten zu gewährleisten. Beschäftigt ein Pflegeheim beispielsweise 12 Auszubildende, müssen demzufolge etwa 1,3 Pflegefachkräfte weichen. Unklar ist in diesem Zusammenhang auch, wie sich diese Bestimmung zukünftig auf die Berechnung der Fachkraftquote auswirken wird. So hat die Reform deutliche Nachteile für die Einrichtungen, die sich für die Ausbildung des Pflegenachwuchses stark machen.

Auch der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) äußert sich kritisch zu den Plänen der Bundesregierung. So ist die Vereinheitlichung der Pflegeausbildungen angesichts zunehmender Demenzerkrankungen nicht vertretbar und gefährdet die gewachsene Spezialisierung auf diesem Gebiet. Der Verband steht dafür ein dass sich nur mithilfe einer spezialisierten Altenpflegeausbildung professionelle Versorgungsangebote für Menschen mit Demenz gewährleisten lassen.

Letztlich bleibt abzuwarten, wer nun die Gewinner und wer die Verlierer dieser Reform sein werden. Fest steht jedoch, dass das Vorhaben der Bundesregierung zunehmend auf Widerstand stößt.

Bei weiteren Fragen in Bezug auf die Generalistische Pflegeausbildung sowie die damit einhergehenden Veränderungen, z.B. in der Dienstplanung und Personalsteuerung, steht Ihnen die BPG Unternehmensberatung gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Geschäftsführer der
BPG Unternehmensberatungsgesellschaft

0251 - 41832-0
a.kamp@bpg-muenster.de

sekretariat@bpg-muenster.de 004925148204-0 Nevinghoff 30
Münster
Nordrhein-Westfalen
48147
Deutschland