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Gestellung und Abrechnung von Job-Bikes

Die OFD Nordrhein-Westfalen hat sich mit der Frage der lohnsteuerlichen Behandlung der Überlassung von (Elektro-)Fahrrädern an Arbeitnehmern auseinandergesetzt, da immer mehr Arbeitnehmern ein (Elektro-)Fahrrad zur privaten Nutzung bzw. zur Nutzung für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte zur Verfügung gestellt bekommen.

Ihr Ansprechpartner

Maren Brockmann LL.B.
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Steuerassistentin
0251 - 48204 - 43
m.brockmann@bpg-muenster.de

Die OFD Nordrhein-Westfalen hat sich mit der Frage der lohnsteuerlichen Behandlung der Überlassung von (Elektro-)Fahrrädern an Arbeitnehmern in der Kurzinformation LSt vom 17.05.2017 auseinandergesetzt.

Es wird immer mehr Arbeitnehmern ein (Elektro)-Fahrrad zur privaten Nutzung bzw. zur Nutzung für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (§ 9 Abs. 4 EStG) zur Verfügung gestellt. Die arbeitgeberseitige Gestellung eines (Elektro-)Fahrrads wird nach Maßgabe von § 8 Abs. 2 bzw. 3 EStG erfasst und bewertet.

Der geldwerte Vorteil kann mit einem Durchschnittswert (§ 8 Abs. 2 Satz 10 EStG) oder mit den für Dienstwagen geltenden Regelungen (§ 8 Abs. 2 Satz 2 bis 5 EStG) erfasst und bewertet werden.

Nach § 8 Abs. 2 Satz 10 EStG kann ein Durchschnittswert für Sachbezüge festgelegt werden. Danach beträgt der geldwerte Vorteil monatlich 1% der auf 100 € abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeuers oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des (Elektro-)Fahrrads. Mit diesem geldwerten Vorteil sind sämtliche Fahrten abgegolten. Insbesondere auch Privatfahren und Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Somit bedarf es keiner zusätzlichen Erfassung des geldwerten Vorteils mit 0,03 % für jeden Entfernungskilometer zwischen Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte. Die Durchschnittswertmethode kann jedoch nur für solche (Elektro-)Fahrräder angewendet werden, die nicht als Kfz einzuordnen sind.

Bei Elektrofahrrädern, die verkehrsrechtlich als Kfz einzuordnen sind, gelten die lohnsteuerlichen Bewertungsvorschriften für die Überlassung von Dienstwagen. Das bedeutet, die Ermittlung des geldwerten Vorteils kann entweder nach der 1%-Methode oder nach der Fahrtenbuchmethode (§ 8 Abs. 2 Satz 2 bis 5 i.V. mit § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG) erfolgen.

Der Unterschied zwischen der Durchschnittswert- und Dienstwagenmethode liegt darin, dass bei Anwendung der Dienstwagenregelung auch eventuell vorliegende Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte als geldwerter Vorteil zu erfassen sind.

 

Gerne unterstützen und beraten wir Sie bei der Gestellung und Abrechnung von Job-Bikes an Arbeitnehmer.

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