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Erfahrung schafft Vertrauen

Integrierte Tagespflege als sinnvolle Ergänzung zur stationären Altenpflege

Die integrierte bzw. eingestreute Tagespflege wird als attraktive Angebotserweiterung einer stationären Pflegeeinrichtung gesehen. Mithilfe eines solchen situativen und flexiblen Unterstützungsangebotes lässt sich die Lücke zwischen der häufig nicht ausreichenden ambulanten Pflege einerseits und der vollstationären Pflege andererseits schließen.

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Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Geschäftsführer der
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Im Zuge der demografischen Entwicklung wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahre 2030 um ca. ein Drittel steigen. Dementsprechend wird auch die Nachfrage nach flexiblen Pflege- und Betreuungsangeboten weiter steigen.

Vor diesem Hintergrund schafft der Gesetzgeber mit der Stärkung des Grundsatzes „ambulant vor stationär“ klare Anreize zum Ausbau ambulanter Versorgungssettings. Insbesondere die integrierte bzw. eingestreute Tagespflege wird als attraktive Angebotserweiterung einer stationären Pflegeeinrichtung gesehen. Mithilfe eines solchen situativen und flexiblen Unterstützungsangebotes lässt sich die Lücke zwischen der häufig nicht ausreichenden ambulanten Pflege einerseits und der vollstationären Pflege andererseits schließen.

Das Konzept der integrierten Tagespflege richtet sich an Menschen, bei denen die häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann oder wenn dies zur Ergänzung oder Stärkung der häuslichen Pflege erforderlich ist (§ 41 SGB XI). Es ermöglicht den Verbleib in der häuslichen Umgebung bei vertrauten Angehörigen und erleichtert den späteren Übergang in die vollstationäre Pflege. Gleichzeitig stellt diese Form der Betreuung eine wesentliche Unterstützung und Entlastung der pflegenden Angehörigen dar.

Im Rahmen der integrierten Tagespflege werden die jeweiligen Tagesgäste in die feste Tagesstruktur des stationären Pflegeheims integriert. Sie verbringen den Tag gemeinsam mit den anderen Bewohnern und können an allen stattfindenden Freizeit- und Beschäftigungsangeboten sowie Mahlzeiten teilnehmen.

Insbesondere die zeitliche Flexibilität ist entscheidend für den Erfolg des Leistungsangebotes. Es empfiehlt sich sowohl ganze als auch halbe Tages als Buchungsoption anzubieten, um den Kunden eine individuell an dessen Bedürfnissen angepasste Inanspruchnahme zu ermöglichen. Dazu zählt auch die notwendige Beförderung des Pflegebedürftigen von der Wohnung zur Einrichtung der Tagespflege und zurück.

Trotz der genannten positiven Aspekte der integrierten Tagespflege, ist dieses Konzept mit einem nicht ganz unerheblichen Mehraufwand für die Einrichtungen verbunden. Neben einem erhöhten Verwaltungsaufwand aufgrund von erhöhten Anmelde- und Aufnahmeformalitäten muss ein umfassender und systematischer Informationsfluss innerhalb der Einrichtung gewährleistet sein. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine optimale Implementierung des Konzeptes als Ergänzung zu dem bereits bestehenden Leistungsangebot ermöglichen. Dazu zählt vor allem ein bedarfsgerechter Personaleinsatz, welcher sich nur durch eine flexible Dienstplangestaltung erreichen lässt.

Insgesamt gewinnt die integrierte Tagespflege als zukunftsweisendes Konzept zunehmend an Bedeutung. Am weitesten ist dieses in Süddeutschland entwickelt, aber auch in NRW gibt es vereinzelt Einrichtungen, die ein solches Betreuungsmodell anbieten. In Baden Württemberg stehen bereits beim vdek entsprechende Versorgungsverträge zur Verfügung.

Für weitere Fragen steht Ihnen die BPG Unternehmensberatung gerne als Ansprechpartner zur Seite.

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