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PEPP-Update: Inhalte des Eckpunktepapiers zur Weiterentwicklung des Psych-Entgeltsystems (02/2016)

Den wesentlichen Kern des Eckpunktepapiers bildet die Weiterentwicklung des PEPP- Systems hin zu einem Budgetsystem mit krankenhausindividuellen Preisen (bedarfs-/ leistungsgerechte Budgets) und weg von der bisher noch vorgesehenen Konvergenz hin zu landeseinheitlichen Preisen.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Geschäftsführer der
BPG Unternehmensberatungsgesellschaft

0251 - 41832-0
a.kamp@bpg-muenster.de

 

Der Kernpunkt des kürzlich veröffentlichten Eckpunktepapiers aus dem Bundesministerium für Gesundheit bildet die Weiterentwicklung des PEPP- Systems zu einem Budgetsystem mit krankenhausindividuellen Preisen (bedarfs-/ leistungsgerechte Budgets). Demnach wird es keine, bisher noch vorgesehene,  Konvergenz hin zu landeseinheitlichen Preisen geben.
Die Entwicklung eines Budgetsystems mit krankenhausindividuellen Preisen erfolgt nun unter Berücksichtigung regionaler und hausindividueller Besonderheiten. Auf Basis des bundesweit einheitlichen Entgeltkatalogs wird individuell das Budget vereinbart. Dabei werden vor Ort festgestellte Notwendigkeiten zur Erhöhung oder Senkung des Budgets krankenhausspezifisch durch ggfl. mehrjährige Anpassungsvereinbarungen berücksichtigt.

Die weiteren wesentlichen Inhalte des Eckpunktepapiers finden Sie nachfolgend aufgelistet:

  • An der Kalkulation des PEPP-Kataloges sollen zukünftig nur noch die Krankenhäuser teilnehmen, die die Qualitätsvorgaben des G-BA erfüllen (insb. die Mindestvorgaben der Personalausstattung; Übergangsphase: 100%ige Erfüllung der Psych-PV).
  • Mit dem Ziel eine flächendeckend ausreichende Personalausstattung zu erreichen wird der G-BA mit der Erstellung von Mindestvorgaben für die personelle Ausstattung beauftragt. Die Entwicklung erfolgt in Anlehnung an die Anforderungen der Psych-PV und ist bis zum 1. Januar 2020 vorzulegen.
  • Darüber hinaus wird die Entwicklung eines Krankenhausvergleiches durch die Selbstverwaltungspartner auf Bundesebene zur Unterstützung der Budgetverhandlungen nach der budgetneutralen Phase verfolgt. Es soll Transparenz darüber geschaffen werden, in wie weit Unterschiede in Höhe der Entgelte auf Leistungsunterschiede, strukturelle Besonderheiten oder andere krankenhausindividuelle Aspekte zurückzuführen sind.
  • Durch die Einführung von Hometreatment als neuer ambulanter Leistungsbereich der Krankenhäuser (Akut-Behandlung im häuslichen Umfeld) wird die sektorenübergreifende Versorgung gestärkt.

Der Referentenentwurf zur Umsetzung dieser Eckpunkte wird aktuell für Ende März 2016 erwartet. Die verbindliche budgetneutrale Einführung des neuen Entgeltsystems ist für 2017 vorgesehen.

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