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Erfahrung schafft Vertrauen

Personalarbeit in der Langzeitpflege rückt mehr in den Fokus

Aufgrund der stetig wachsenden Herausforderungen in der Langzeitpflege hat der Arbeitskreis Sozialwirtschaft, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, ein Gesamtkonzept zur erfolgreichen Personalarbeit in der Langzeitpflege entwickelt und in Form von Schlüsselfaktoren veröffentlicht.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Geschäftsführer der
BPG Unternehmensberatungsgesellschaft

0251 - 41832-0
a.kamp@bpg-muenster.de

Der demografische Wandel birgt besonders in der Langzeitpflege hohe Herausforderungen. Der Arbeitskräftebedarf steigt aufgrund von alternder Bevölkerung stetig an, wodurch sich der Arbeitsmarkt in der Pflege zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt hat. Langzeitpflegeeinrichtungen müssen sich damit auseinandersetzen, Pflegekräfte für sich zu gewinnen und auch zu binden. Dies kann nur durch die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber sowie durch Investitionen in der Personalarbeit erreicht werden.

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden hat der Arbeitskreis Sozialwirtschaft, unterstützt durch das Bundesministerium für Gesundheit, eine Arbeitshilfe für Langzeitpflegeinrichtungen im Sinne von 14 Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Personalarbeit in der Langzeitpflege entwickelt und veröffentlicht.

Diese Schlüsselfaktoren beinhalten einerseits, dass Familie bzw. Privatleben und Beruf miteinander zu vereinbaren sind. Dies setzt unter anderem voraus, dass Dienstpläne verbindlich und Arbeitszeiten kalkulierbar sind.

Andererseits thematisiert der Arbeitskreis Sozialwirtschaft das Vorhandensein von persönlichen und beruflichen Entwicklungsperspektiven in Form von Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Mitarbeitenden sollte die Möglichkeit geboten werden, gewonnene Kenntnisse im Berufsalltag umsetzen zu können. Folglich sollte eine Offenheit für Veränderung von Arbeitgeberseite bestehen.

Neben den Entwicklungsmöglichkeiten müssen Langezeitpflegeeinrichtungen ihren Mitarbeitenden stabile Arbeitsplätze sowie eine existenzsichernde Vergütung anbieten können. Als Orientierung bietet sich der einheitliche Pflegetariflohn des TVöD an.

Ein weiterer Schlüsselfaktor betrifft die Führung. Neben der fachlichen Expertise gehören auch das Motivieren, das Erkennen von Belastungsgrenzen und die Förderung der Selbstorganisation der Mitarbeitenden zu den Aufgaben einer Führungskraft. Es gilt hierzu, eine geeignete Auswahl an Führungskräften zu treffen und mehr in die Ausgestaltung dessen Arbeitsplätze zu investieren. Besonders im Bereich der Langzeitpflege besteht großer Nachholbedarf an Standards in der Führungskräfteentwicklung.

Der Arbeitskreis Sozialwirtschaft spricht außerdem das Reduzieren von Dokumentationsaufwand an. Dokumentation ist in der Langzeitpflege unabdingbar, wird jedoch in einzelnen Einrichtungen in einem zu detaillierten Maße durchgeführt und sollte bei Zeiten überprüft werden. Einerseits entstehen durch eine überzogene Dokumentationsweise hohe Kosten, andererseits führt diese Kontrolle zur Unzufriedenheit der Mitarbeitenden. Damit der Dokumentationsaufwand in Pflegeeinrichtungen reduziert werden kann, hat das Bundesministerium für Gesundheit die Entwicklung des „Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation“ (SIS) gefördert. Pflegeeinrichtungen können an diesem Projekt teilnehmen und Unterstützung erhalten.

Weitere Themen die bei einer erfolgreichen Personalarbeit nicht fehlen dürfen, sind die betriebliche Gesundheitsförderung, die Erhaltung von Fachwissen älterer Beschäftigte und die Etablierung von Assistenzberufen.

Die vom Arbeitskreis Sozialwirtschaft erarbeiteten Schlüsselfaktoren und dessen genauere Ausführung können auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit (http://www.bundesgesundheitsministerium.de) nachgelesen werden. Bei der Umsetzung des Gesamtkonzepts oder einzelnen Schlüsselfaktoren bietet die BPG Unternehmensberatung gerne ihre Unterstützung an.

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