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Überbrückungshilfe bei coronabedingten Umsatzrückgängen

Die Bundesregierung hat ein Zuschussprogramm "Überbrückungshilfe" für kleine/mittlere Unternehmen mit coronabedingten Umsatzrückgängen auf den Weg gebracht.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Jochen Hartung
Dipl.-Ing. Jochen Hartung
Geschäftsführer
Wirtschaftsprüfer / Steuerberater

0251 - 48204 -12
j.hartung@bpg-muenster.de

Die Bundesregierung hat am 12. Juni 2020 Eckpunkte für die "Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen" beschlossen. Es handelt sich um ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm, das auch für gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen zum Tragen kommt, mit einem Volumen von 25 Mrd € und einer Laufzeit von Juni bis August 2020. Das Programm unterstützt damit auch die Maßnahmen der Länder zur Stabilisierung der gemeinnützigen Organisationen.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind. Dies sind beispielsweise:

  • Jugendherbergen und Schullandheime
  • Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Familienferienstätten
  • Heimvolkshochschulen
  • Bildungswerke
  • Jugendbildungsstätten
  • überbetriebliche Stätten der Berufsbildung
  • als Integrations- bzw. Inklusionsbetriebe geführte Einrichtungen in den Branchen Hotel- und Gaststättengewerbe

Bei den gemeinnützigen Organisationen gehören auch die Spenden und Mitgliedsbeiträge zu den zu betrachtenden Umsätzen bzw. Einnahmen.

Welche Kosten werden gefördert?

Bei coronabedingten Umsatzrückgängen oder -ausfällen werden die sogenannten förderfähigen Kosten in einem bestimmten Rahmen erstattet. Förderfähig sind dabei fortlaufende und nicht einseitig veränderbare Fixkosten. Dies können beispielsweise sein:

  • Mieten und Pachten
  • Zinsen und Leasingraten
  • Reparaturen und Instandhaltungsaufwendungen
  • Aufwendungen für Wasser, Energie und Reinigung/Hygienemaßnahmen
  • Grundsteuern, Versicherungen und andere feste Ausgaben
  • Kosten für Auszubildende
  • Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, können ebenfalls zu den förderfähigen Kosten gehören.

Bitte beachten Sie, dass auch die Kosten des Wirtschaftsprüfers, der Ihnen bei der Beantragung und Nachweisführung zur Erlangung der Corona-Überbrückungshilfe zur Seite steht, zu den förderfähigen Kosten gehören.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe der Überbrückungshilfe richtet sich nach dem Umsatzrückgang bzw. -ausfall in den Monaten April und Mai 2020. Bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 70 % werden 80 % der Fixkosten, bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 % werden 50 % der Fixkosten und bei einem Umsatzeinbruch zwischen 40 und 50 % werden 40 % der Fixkosten erstattet. Zur Ermittlung wird der Umsatzrückgang in den Monaten April und Mai 2020 mit den Monaten April und Mai 2019 verglichen. Je Antragsteller werden maximal 150.000 € für den Dreimonatszeitraum Juni bis August 2020 (Laufzeit des Programms) bewilligt.

Nachweis und Beantragung

In einer ersten Stufe des Verfahrens sind im Rahmen der Antragstellung die Antragsvoraussetzungen und die Höhe der erstattungsfähigen Fixkosten mithilfe eines Wirtschaftsprüfers glaubhaft zu machen. In einer zweiten Stufe sind im Sinne einer nachträglichen Nachweisführung die Voraussetzungen und die förderfähigen Kosten mithilfe eines Wirtschaftsprüfers zu belegen. Die Antragsfrist endet am 31. August 2020.

Unsere Unterstützung/schnelle Beantragung wichtig!

Wir helfen Ihnen bei der Nachweisführung und bescheinigen Ihnen die Umsatzausfälle und die Höhe der erstattungsfähigen Kosten. In der ersten Stufe werden wir durch eine entsprechend formulierte Bescheinigung die Antragsvoraussetzungen und die förderfähigen Kosten glaubhaft machen, um sie in der zweiten Stufe gegenüber den Antragsstellen durch Vorlage von entsprechenden Belegen und unserer (weiteren) Bescheinigung nachzuweisen.

Bitte beachten Sie, dass es sich um ein sogenanntes Windhundverfahren handelt. Das Fördervolumen in Höhe von 25 Mrd € wird in der Reihe der eingehenden Anträge vergeben und bewilligt. Wenn das Fördervolumen ausgeschöpft ist, können keine weiteren Zuschüsse gewährt werden.

In Nordrhein-Westfalen sind die Antragsstellen die Bezirksregierungen. Die Bezirksregierungen sind gerade dabei, auf ihren jeweiligen Internetseiten eine Antragsmöglichkeit zu schaffen und eine Hotline für Fragestellungen einzurichten. Daher ist zurzeit noch keine Beantragung möglich.

Wir empfehlen, die Beantragung bereits jetzt vorzubereiten, damit zeitnah nach Freischaltung der Antragsmöglichkeiten bei den Bezirksregierungen der Antrag gestellt werden kann.

Weitere Detailinformationen erhalten Sie über die Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und dort über den Suchbegriff "Überbrückungshilfe". Sie finden ein PDF-Dokument vom 12. Juni 2020 "Eckpunktepapier".

Bitte sprechen Sie uns an, damit wir Ihnen zeitnah bei der Beantragung der Zuschüsse helfen können!

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Jochen Hartung
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Wirtschaftsprüfer / Steuerberater

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