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Wirtschaftsplanung – Nur ein Instrument zur Beruhigung des eigenen Aufsichtsrates?

Die Wirtschaftsplanung ist jedes Jahr aufs Neue ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzungen. Das Ergebnis vieler solcher Planungen – Die wirtschaftliche Lage des eigenen Unternehmens stellt sich wesentlich besser dar als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die schwarze Null soll spätestens in der folgenden Periode erreicht werden. Aber ist dies tatsächlich realistisch und wodurch soll dieses erreicht werden?

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Geschäftsführer der
BPG Unternehmensberatungsgesellschaft

0251 - 41832-0
a.kamp@bpg-muenster.de

Die Wirtschaftsplanung ist jedes Jahr aufs Neue ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzungen. Die Entwicklungen des nächsten Geschäftsjahres sind von der Geschäftsführung zu präsentieren und eine Prognose über die Entwicklung der wirtschaftlichen Zahlen ist abzugeben.

Das Ergebnis vieler solcher Planungen – Die wirtschaftliche Lage des eigenen Unternehmens stellt sich wesentlich besser dar als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die schwarze Null soll spätestens in der folgenden Periode erreicht werden. Aber ist dies tatsächlich realistisch und wodurch soll dieses erreicht werden? –
Diese Frage sollte (sich) auch das Aufsichtsgremium stellen!

Wie sieht eine fundierte Wirtschaftsplanung aus?

Die Vorstellung der Planung ist nicht nur die Darlegung von wirtschaftlichen Prognosewerten, denn an dieser Planung wird die Geschäftsführung bzw. der Vorstand im Verlaufe des Jahres gemessen. Ein grobes Verfehlen der Planung kann deswegen für die Geschäftsführung weitreichende Konsequenzen haben. Umso wichtiger ist es deswegen, eine Planung gut vorzubereiten und mit fundierten Informationen zu untermauern.

Eine gute Wirtschaftsplanung ist mehr als die aggregierte Zusammenstellung von wirtschaftlichen Zahlen, sie sollte mehrere Kriterien erfüllen:

  • Kommentierung und Darstellung der wichtigsten Grundannahmen (Auslastungsentwicklung, etc.)
  • Vergleich zu Vorjahreswerten (Benchmarks) zur einfacheren Plausibilisierung
  • Integrierte Maßnahmenplanung mit definierten Projekten und deren finanziellen Auswirkungen
  • Darstellung der wirtschaftlichen Entwicklung auf Quartals- oder Monatsebene
Bestandteile eines Berichtswesens
Abb.: Bestandteile eines Berichtswesens

Was sollte der Aufsichtsrat hinterfragen?

Auf Basis der dargestellten Kriterien kann für „Externe“ eine Plausibilisierung der Zahlen erfolgen. Quartalsentwicklungen sowie der Vergleich zu Vorjahreswerten ermöglichen eine Darstellung von unterjährigen Ergebniseffekten. Diese gilt es zusammen mit der Maßnahmenplanung kritisch zu betrachten.
Die Maßnahmenplanung ermöglicht es, die dargestellten Ergebniseffekte zu prüfen. Wann werden bspw. Personalreduktionen auch finanziell wirksam? Oder: Wann ist mit einer Pflegesatzsteigerung zu rechnen und welche Auswirkungen hat diese?
Wie sieht die unterjährige Liquiditäts- oder Instandhaltungsplanung aus?
Solche Planungen schaffen gegenüber dem Aufsichtsgremium eine Verbindlichkeit – an der sich gemessen werden lassen muss. In der Konsequenz bedeutet dies natürlich auch, dass durch das Aufsichtsgremium Handlungen notwendig sind, wenn die dargestellten Maßnahmen nicht umgesetzt werden.

Wirtschaftsplanung – Bewirtschaftung im operativen Geschäft

In der Praxis erleben wir immer wieder, dass eine Planung eigentlich nur für den Aufsichtsrat gemacht wird. Im Alltag der Unternehmensleitung findet diese in vielen, meist kleineren Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens nur wenig Bedeutung. Obwohl eine solche Planung ein sinnvolles Steuerungsinstrument darstellt.

An der Wirtschaftsplanung sollte eine Unternehmensleitung seine Entscheidungen und sein Handeln ausrichten. Die Bewirtschaftung des Plans ist wichtig, um unterjährig nicht das Ergebnisziel aus den Augen zu verlieren.

Zur Steuerung benötigt man Ziele. Die Ziele sollten in ihrer Summe die Erreichung des wirtschaftlichen Ergebnisses zum Jahresende beinhalten. Es gilt deswegen, die Planung durch eine rollierende Hochrechnung des Geschäftsjahres zu ergänzen. Eine Prognose auf Ist- Quartalszahlen und angepasst an unterjährige Effekte schafft letztendlich eine Transparenz über die Wirksamkeit eingeleiteter Maßnahmen und zeigt frühzeitig Handlungsnotwendigkeiten auf, um am Jahresende die eigenen Planziele zu erreichen. Dies ist allerdings nur dann erfolgsversprechend, wenn neben einer fundierten und realistischen Planung auch eine ausgereifte Hochrechnung erstellt wird. Das simple Vorschreiben von Planzahlen führt lediglich zu einem geringen Mehrwert und verfehlt häufig das Ziel einer realistischen Darstellung des Jahresergebnisses.

Die BPG Unternehmensberatung kann Sie auf dem Weg zu einer belastbaren Wirtschaftsplanung bzw. einem unterjährigen Berichtswesen unterstützen. Bei einem weiterführenden Interesse an diesem Thema stehen wir Ihnen gerne mit unserer Expertise zur Verfügung.

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