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Quartiersentwicklung – Handlungsfelder für altengerechte Quartiere

Durch die stetig wachsende Ambulantisierung und den demografischen Wandel gewinnt die Thematik der Quartiersarbeit immer mehr an Bedeutung. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlichte vor diesem Hintergrund das Konzept „Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Dipl.-Kfm. Andreas Kamp
Geschäftsführer der
BPG Unternehmensberatungsgesellschaft

0251 - 41832-0
a.kamp@bpg-muenster.de

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der stetig wachsenden Ambulantisierung rückt das Thema der Quartiersentwicklung immer mehr in den Fokus. Die Quartiersarbeit bezieht sich hierbei auf ein spezielles Gebiet, dem Quartier, und soll sich an die Bedürfnisse und Interessen der Menschen in diesem Wohnumfeld orientieren. Ein wichtiger Faktor der erfolgreichen Quartiersarbeit ist dementsprechend die Zusammenarbeit der ansässigen Dienstleister, Einrichtungen, Vereine, Kirchengemeinden, Bürgerinitiativen, Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomie und Unternehmen mit den im Quartier lebenden Menschen. Ziel ist es einerseits, den alten Menschen auch zukünftig ein weitestgehend selbstständiges Leben und Wohnen in ihrem gewohnten Umfeld zu ermöglichen und andererseits die gegenseitige Hilfe und Eigeninitiative zu stärken.

In diesem Zusammenhang veröffentlichte das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen das Konzept „Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“, mit dessen Hilfe das Leben in Kommunen altersgerecht gestaltet werden soll. Da viele ältere Menschen es vorziehen, möglichst lange in ihrer vertrauten sozialen und räumlichen Umgebung wohnen zu bleiben, sollen vor allem solche Angebote gefördert werden, die die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben in ihren Kommunen vereinfachen.

Hierzu sollen altengerechte Angebote aus vier verschiedenen Handlungsfeldern („sich versorgen“, „wohnen“, „Gemeinschaft erleben“ und „sich einbringen“) in die Quartiere aufgenommen und integriert werden.

Das Land fördert einerseits den Aufbau und die Entwicklung der Quartiere finanziell, andererseits stellt sie auf ihrer Homepage (www.aq-nrw.de) umfangreiche Informationen und Hilfestellungen zum Aufbau von altersgerechten Quartieren, u.a. ausführliche Praxisbeispiele, zur Verfügung.

 

Wie Sie zur altengerechten Quartiersbildung beitragen können?

Organisationen und Dienstleistungsunternehmen in den Kommunen können auf unterschiedlichste Weise zur Entwicklung von altengerechten Quartieren beitragen.

Das Handlungsfeld „sich versorgen“ hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst kurze Wege innerhalb der Kommune zu schaffen, sodass auch eingeschränkte Menschen keine Probleme haben, sich eigenständig zu versorgen. In den letzten Jahren wurde dies dadurch verschlechtert, dass die „Tante-Emma-Läden“ weitestgehend aufgegeben wurden. Hier konnten viele Ältere nicht nur ihre Lebensmittel einkaufen, sondern zudem auch soziale Kontakte pflegen. Um die Versorgung für ältere Menschen wieder zu verbessern, werden wohnungsnahe Dienstleistungs- und Warenangebote gefördert. So können beispielsweise ambulante Pflegedienste ihre Angebote u.a. mit sozialen Betreuungsangeboten und haushaltsnahen Dienstleistungen erweitern und somit älteren Menschen ein möglichst langes Leben in ihrer eigenen Wohnung ermöglichen.

Auch stationäre Einrichtungen können die Quartiersentwicklung unterstützen, indem sie ihre Angebote für die Kommune öffnen und somit weiteren Quartierseinwohnern die Teilhabe an sozialen Aktivitäten ermöglichen. Solche Angebote fördern weiterhin die Ziele des Handlungsfeldes „Gemeinschaft erleben“. Die Gemeinschaft der Kommune gewinnt immer mehr an Bedeutung, denn durch veränderte Familienstrukturen sind die Versorgungsmöglichkeiten der eigenen Familie gesunken. Eine Ursache hierfür stellt die gestiegene Arbeitsplatzmobilität dar und dem damit einhergehenden Wegzug vom familiären Umfeld.

Daher ist es wichtig, die Netzwerke in der Kommune mit Quartiersstammtischen und weiteren gemeinschaftlichen Aktivitäten zu stärken und älteren Menschen somit die Möglichkeit zu geben, neue Kontakte zu knüpfen und alte Kontakte zu pflegen.

Im Handlungsfeld „wohnen“ sollen altengerechte Wohnmöglichkeiten gefördert werden. Bestehende Einrichtungen können ihre Angebote hinsichtlich dieses Ziels u.a. mit Angeboten zum betreuten Wohnen oder dem Errichten von Senioren-WGs erweitern.

Auch im facettenreichen Handlungsfeld „sich einbringen“ gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die altengerechte Quartiersentwicklung zu unterstützen. Hier steht die Teilhabe älterer Menschen im Mittelpunkt. Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, die Quartiersentwicklung aktiv mitzugestalten und sich an Veränderungsprozessen zu beteiligen.

 

Sie interessieren sich dafür, wie Sie sich einbringen können?

Treten Sie gerne mit uns in Kontakt. Die BPG Unternehmensberatung unterstützt und berät Sie, damit Sie mit Ihren Angeboten die altengerechte Entwicklung in Ihrem Quartier bedarfsgerecht fördern.

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