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Aktuelle Herausforderungen in der Altenhilfe und Kennzahlen aus unserem Betriebsvergleich für niedersächsische Altenhilfeeinrichtungen

Dieser Artikel gibt einen Überblick über die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen niedersächsischer Altenhilfeeinrichtungen. Dargestellt werden die Konsequenzen aus der Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade, der Fachkräftemangel, Entwicklungen zum Risikozuschlag in der stationären Altenhilfe und zum Investorenmodell Betriebsaufspaltung. Kennzahlen aus unserem niedersächsischen Altenhilfebetriebsvergleich verdeutlichen die wirtschaftliche Entwicklung in den beiden vergangenen Jahren.

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Dipl.-Kfm. Jürgen Groteschulte
Dipl.-Kfm. Jürgen Groteschulte
Wirtschaftsprüfer / Steuerberater
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j.groteschulte@bpg-muenster.de

B.A. Julian Börger
B.A. Julian Börger
Prüfungsleiter
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Konsequenzen der Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade

Durch die Pflegestärkungsgesetze I-III wurde die Altenhilfe in Deutschland neu geordnet und dem ambulanten Sektor wurde ein höherer Stellenwert eingeräumt. Dies führt unter anderem zu einer Verlagerung von stationären zu ambulanten Versorgungssystemen. Konkret bedeutet dies, dass sich Träger der stationären Altenhilfe mit der strategischen Frage auseinandersetzen müssen, ob – und gegebenenfalls wie – das vorhandene Leistungsspektrum erweitert werden kann, sodass auch ambulante und teilstationäre Angebote „unter einem Dach“ am Markt platziert werden. Hierüber bietet sich Ihnen die Chance, Ihre Kunden – als eigener Zuweiser – bereits frühzeitig an Ihre Organisation zu binden sowie Pflege und Betreuung entlang der gesamten Versorgungskette zu gewährleisten.

Bezüglich des Geschäftsjahres 2017 sind zuerst die positiven Faktoren hervorzuheben: Die Überleitung der Bewohner in Pflegegrade ab dem 1. Januar 2017 hat durch den Bestandsschutz für Altfälle mit dem sog. einfachen bzw. doppelten Stufensprung sowie dem gewährten PSG II-Zuschlag zu einem deutlichen Anstieg der Erlöse aus allgemeinen Pflegeleistungen und einer Verbesserung der durchschnittlichen Jahresergebnisse geführt.

Viele stationäre Einrichtungen sehen sich durch den gestärkten Grundsatz „ambulant vor stationär“ allerdings mit einem Auslastungs- und damit auch einem Erlösrisiko konfrontiert. Die durch die Überleitung dank dem Bestandsschutz entstandenen, zumeist hohen Pflegegrade bei Bewohnern, können langfristig wohl nicht gehalten werden, da viele neue Bewohner durch das neue Begutachtungsassessment (NBA) die hohen Pflegegrade nicht mehr erreichen und sich die Pflegestruktur der Einrichtung als Folge signifikant verringern könnte. Ein weiteres Risiko im Zusammenhang mit der Pflegestruktur ist die für die Pflegebedürftigen vorteilhafte Einführung des einrichtungseinheitlichen Eigenanteils, nach dem sich bei einer Höherstufung der zu zahlende Eigenanteil nicht mehr erhöht, da die persönliche Zuzahlung durch ein Umrechnungsverfahren gedeckelt ist. Falls sich die Pflegegrade abweichend zur Vorauskalkulation entwickeln, tragen die Altenhilfeeinrichtungen durch diese Systematik jedoch höhere wirtschaftliche Risiken. Diese Befürchtungen bestätigen sich anhand der ersten Rückmeldungen zum laufenden Geschäftsjahr 2018 der von uns betreuten Altenhilfeeinrichtungen. 

Neben den dadurch gestiegenen Anforderungen im Bereich des Bewohner- und Höherstufungsmanagements rückt auch die wirtschaftliche Steuerung von Einrichtungen in den Fokus. Hier sind die vorhandenen Steuerungsinstrumente zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Als Beispiel sind die Aufstellung einer Deckungsbeitragsrechnung je Pflegegrad sowie die Ermittlung von kostendeckenden Stellenschlüsseln zu nennen.

Auch die Personalsteuerung und Dienstplanung haben nicht an Bedeutung verloren und sind weiterhin wesentliche Planungs- und Steuerungsinstrumente zum wirtschaftlichen Betrieb einer Einrichtung. Dabei besteht die Herausforderung darin, einen „schlüsselgerechten“ Dienstplan zu erstellen, welcher die wirtschaftlichen Interessen der Einrichtung mit den Erfordernissen des Pflegebetriebs, den Bedürfnissen der Bewohner und den Mitarbeiterinteressen vereint. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Rahmenvertragspartner in Niedersachsen neue Personalschlüssel für Pflege und Betreuung (in Form von Mindestschlüsseln) mit Wirkung zum 1. Januar 2019 festgelegt haben. Darüber hinaus wurde die Netto-Jahresarbeitszeit pro Vollzeitstelle auf 1.501 Stunden abgesenkt, um Ausfallzeiten realistisch zu berücksichtigen. Wir empfehlen den Einrichtungen, bei bevorstehender Pflegesatzverhandlung die aktuellen Stellenschlüssel bereits auf die zukünftigen Gegebenheiten anzupassen. Fraglich ist in diesem Rahmen allerdings der Zugriff auf die benötigten Fachkräfte, da sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt durch die aktuellen Entwicklungen noch verschärft hat.

Fachkräftemangel

Bereits in der Vergangenheit hatten viele Träger von Pflegeheimen Schwierigkeiten Fachkräfte zu gewinnen. Durch die gestiegene Konkurrenzsituation mit der Eröffnung weiterer ambulanter und teilstationärer Angebote kristallisiert sich ein Anstieg der Personalnot heraus. Als Folge kann es zu unbesetzten Stellen und in diesem Zusammenhang zu einem Belegungsstopp durch die Heimaufsichten kommen. Wahrscheinlich ist auch, dass die Gesetzgeber die Fachkraftquote weiter absenken, was zu einer noch größeren Verantwortung für examinierte Pflegekräfte führt.

Diese Entwicklung ist auch vor dem Hintergrund der geplanten Einführung der generalistischen Pflegeausbildung ab dem Jahr 2020 mit Sorge zu betrachten. Während die Grundidee, dass die examinierten Fachkräfte mit dem neuen Berufsabschluss "Pflegefachfrau" bzw. "Pflegefachmann" in allen Pflegebereichen arbeiten können, zu befürworten ist, so stellt sich die Frage, ob sich die Nachwuchskräfte mit erfolgreichem Abschluss der Ausbildung dafür entscheiden, im Bereich der Altenhilfe tätig zu werden. Da es in der gesellschaftlichen Wahrnehmung noch immer Unterschiede zwischen der Arbeit im Pflegeheim und der Arbeit im Krankenhaus gibt, darf zumindest bezweifelt werden, dass alle Pflegebereiche von dieser Neuerung profitieren. Befürworter der Reform verweisen auf die sinkenden Verweildauern im Krankenhaus, den damit steigenden Bedarf der Versorgung durch ambulante, teilstationäre und stationäre Angebote der Altenhilfe, die zukünftige Flexibilität der Fachkräfte nach Abschluss der Ausbildung sowie die Notwendigkeit umfassender fachbereichsübergreifender Kenntnisse, um die Qualität der Pflege zu erhalten.

Die zunehmende Gewichtung von qualifiziertem Personal für den erfolgreichen Betrieb einer Altenhilfeeinrichtung verdeutlichen auch die Erfahrungsberichte unserer Mandanten: Abgesehen von den üblichen vorzulegenden Unterlagen haben einzelne Banken vor der Vergabe von Krediten für Neu- bzw. Erweiterungsbaumaßnahmen den Schwerpunkt auf den Nachweis der Arbeitsverträge von benötigten Fachkräften gelegt.

Als positive Aspekte sind vor dem Hintergrund der o. g. Herausforderungen in Bezug auf die zukünftigen Pflegesatzverhandlungen zwei weitere wesentliche Punkte zu nennen. Der Gesetzgeber hat erstens mit den Pflegestärkungsgesetzen die Gleichstellung von Einrichtungen mit und ohne Tarifbindung hergestellt. Hiervon profitieren insbesondere konfessionelle Einrichtungsträger, da die Zahlung von Tariflöhnen vom Kostenträger nicht mehr als unwirtschaftlich abgewiesen werden kann. Zweitens hat der Gesetzgeber im SGB XI eindeutig festgeschrieben, dass Altenhilfeträgern ein „Unternehmergewinn“ (oder auch „Risikozuschlag“) zusteht.

Risikozuschlag in der stationären Altenhilfe

Die Verhandlung von angemessenen Risikozuschlägen nimmt in der Altenhilfe aufgrund der begrenzten finanziellen Handlungsspielräume sowie der Entwicklung der Rahmenbedingungen mittlerweile eine dominante Rolle ein, da die Träger sich dadurch mit beträchtlichen Risiken und Unsicherheiten konfrontiert sehen. Im SGB XI wird in diesem Zusammenhang der Begriff der betrieblichen Einzelwagnisse verwendet, welche „als Folge eines Überangebots am Markt, von unwirtschaftlichem Verhalten, infolge eines unzureichenden Leistungsangebots oder wegen eigener unternehmerischer Fehlentscheidungen“ auftreten können. Dazu zählen bspw. Risiken im Bereich der Personalausstattung und in der Auslastungsentwicklung sowie Forderungsausfälle. Den Einrichtungsträgern – und damit den Trägern dieser Risiken – werden diese betrieblichen Einzelwagnisse bisher in der Regel nicht vergütet.

Seit der Inkraftsetzung des dritten Pflegestärkungsgesetzes (PSG III) am 1. Januar 2017 gehört ein sog. Risikozuschlag nunmehr zu den elementaren Bestandteilen von leistungsgerechten Pflegesätzen. Konkret heißt es in § 84 Abs. 2 S. 4 SGB XI: „Die Pflegesätze müssen einem Pflegeheim bei wirtschaftlicher Betriebsführung ermöglichen, seine Aufwendungen zu finanzieren und seinen Versorgungsauftrag zu erfüllen unter Berücksichtigung einer angemessenen Vergütung ihres Unternehmerrisikos.“

Die Thematik allerdings ist nicht neu. Das Bundessozialgericht und die Landessozialgerichte beschäftigen sich bereits seit Jahren mit dieser Materie. So urteilte das BSG im Jahr 2009, dass das Unternehmerrisiko über Zuschläge angemessen vergütet werden müsste. Diese Auffassung wurde durch ein Urteil aus dem Jahr 2013 noch einmal bekräftigt, in dem es heißt, dass eine „Einrichtung bei ausreichend bemessener Pflegevergütung einen ihr verbleibenden Überschuss erzielen“ könne, wenn sich keines der unternehmerischen Risiken realisieren würde. Allerdings blieb bei diesen Urteilen eine konkrete Ausführung zur Höhe und Ermittlung des Unternehmergewinns aus. Zuletzt hat das Landesozialgericht Nordrhein-Westfalen mit Urteil vom 6. April 2017 eine fachkundige Begutachtung gefordert, bei der Gewinnchancen und Risiken gegeneinander abzuwägen sind.

Ein geeintes Verfahren zur Herleitung oder Bemessung eines angemessenen Risikozuschlags fehlt zwar weiterhin, allerdings hat die BPG-Unternehmensberatungsgesellschaft im Jahr 2018 ein Berechnungsmodell zum Risikozuschlag erstellt und begleitet bereits seit einiger Zeit Einrichtungsträger bei der Durchsetzung des Risikozuschlags im Rahmen der Pflegesatzverhandlungen, u.a. bei der Ermittlung und Bewertung von betrieblichen Einzelwagnissen.

Betriebsaufspaltung – Der Trend zu Investorenmodellen

Bezüglich der Betreiberstruktur lässt sich für den Bereich der niedersächsischen Altenhilfe ein klarer Trend erkennen: immer mehr konfessionelle Träger (z. B. Vereine, Stiftungen oder Kirchengemeinden) professionalisieren das operative Geschäft durch die Übertragung auf eine Kapitalgesellschaft unter der Führung eines fachkundigen Geschäftsführers und mit dem Einsetzen eines entsprechenden Aufsichtsgremiums. Dieser Schritt hat neben Haftungsbeschränkungen und einer strukturierteren Führungshierarchie auch oftmals den Hintergrund, das wertvolle Eigenkapital des Trägers zu schonen und die Finanzierungsstruktur der Altenhilfeeinrichtung zu optimieren. Der ursprüngliche Einrichtungsträger bleibt bei dieser Konstellation regelmäßig Eigentümer der Grundstücke und Betriebsimmobilien, um diese dann an seine Tochtergesellschaft, der sog. Betriebsgesellschaft, zu verpachten.

Die Güte der Pflegeimmobilien wirkt sich im Markt unmittelbar auf den Wettbewerb aus, da sich Verzögerungen bei Umbaumaßnahmen, eine geringe Einzelzimmerquote oder veraltete Sanitäranlagen negativ auf die Belegung und damit auf die Umsatzerlösrealisation auswirken. Zudem steigen stetig die Anforderungen an die Wohnqualität im Pflegebereich. Bei einem Investorenmodell obliegt die Bewirtschaftung der Grundstücke und Immobilien dem Investor. Dies schließt regelmäßig Instandhaltungen an "Dach und Fach" mit ein, während kleinere Instandhaltungsmaßnahmen und Schönheitsreparaturen Aufgaben des Mieters sind.

Eine zentrale Herausforderung dieses Modells ist – neben der Ausgestaltung der Betriebsübertragung auf die Kapitalgesellschaft – ein Pachtvertrag zu schließen, der zu gleichen Teilen die Renditeerwartung des Investors bzw. ursprünglichen Trägers und das Belegungsrisiko der Betriebsgesellschaft berücksichtigt. Der Investor ist darauf angewiesen, dass seine Mieterlöse mindestens die korrespondierenden Aufwendungen – in erster Linie sind hier die Abschreibung, etwaige Kreditzinsen und vom Investor zu tragende Instandhaltungsaufwendungen – sowie ggf. die Tilgung aufgenommener Darlehen decken. Der Betreiber bedarf einer Miete die sich im Rahmen der Refinanzierung über die gesondert berechenbaren Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen bewegt und zugleich gewährleistet, dass für weitere vom Mieter zu zahlende investive Aufwendungen wie z. B. kleine Instandhaltungsmaßnahmen und Schönheitsreparaturen Mittel zur Verfügung stehen.

In der Praxis hat es sich als vorteilhaft erwiesen, im Rahmen der Verhandlung über die Festlegung der gesondert berechenbaren Investitionskosten, bei einer sog. Betriebsaufspaltung – einem Investorenmodell ohne Fremdinvestor – gegenüber den Kostenträgern von der sog. Vergleichsberechnung Abstand zu nehmen und den Sozialhilfeträgern die betriebsnotwendigen Grundstücke und Immobilien des Trägers als Einheit offenzulegen und die Investitionskosten im Eigentumsmodell zu ermitteln. Durch diese Systematik steigt die Möglichkeit über die Investitionskosten eine Miete zu refinanzieren, die sowohl den Bedürfnissen des Investors als auch der Betriebsgesellschaft gerecht wird.

Gerne unterstützen wir Sie mit unseren Fachkenntnissen sowohl bei der Gestaltung von Betriebsübertragungs- und Pachtverträgen als auch bei der Investitionskostenverhandlung mit den zuständigen Sozialhilfeträgern.

Kennzahlen aus unserem Betriebsvergleich für Altenhilfeeinrichtungen in Niedersachsen

Mit der spezifischen Fach- und Branchenkenntnis im Hintergrund betreut die BPG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bereits zahlreiche Mandanten in Niedersachen in Sachen Jahresabschlussprüfung und prüfungsnaher Beratung (darunter bspw. Fusionen, Ausgliederungen, Risikomanagement, Unternehmensbewertung usw.). Die Jahresabschlussprüfungen helfen Ihnen in Zeiten sich stetig weiter verändernden Rahmenbedingungen dabei, verlässliche Zahlen als Grundlage zur Einschätzung der Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Ihrer Einrichtung zu erhalten.

Ein zunehmend wichtiger Blick gilt hierbei auch dem Vergleich mit dem regionalen Markt bzw. den Wettbewerbern. „Wie liegt meine Einrichtung im Vergleich zum Wettbewerb?“ ist eine Frage, die uns Mandanten häufig stellen. Unser stetig geführter Altenheimbetriebsvergleich erlaubt uns hierauf jeweils eine fundierte und individuelle Antwort, die oftmals die Notwendigkeit zur Handlung unterstreicht. Auf Basis spezifischer Kennzahlen und Vergleichsdaten liefern wir Ihnen eine Diagnose und Einschätzung zur Angemessenheit Ihrer Erlöse, Aufwendungen, Personalausstattung und Investitionen. Im Folgenden werden ausgewählte Kennzahlen aus dem BPG-Altenheimbetriebsvergleich 2017 vorgestellt.

Als Grundlage für die ermittelten Kennzahlen dienen geprüfte Jahresabschüsse von rund 175 Altenheimen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen des Jahres 2017. Durch die in den vergangenen Jahren stetig angestiegene Anzahl der von uns geprüften Jahresabschlüsse in Niedersachsen (mittlerweile rd. 60 gemeinnützige Altenhilfeeinrichtungen verschiedener Wohlfahrtsverbände) haben wir wiederholt auch Kennzahlen für die niedersächsischen Einrichtungen separat ermittelt. Als statistisches Maß wird der Median verwendet.

Folgende Kennzahlen aus unserem niedersächsischen Altenheimbetriebsvergleich vermitteln nun einen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie weiterer branchenspezifischer Leistungsdaten und bieten Ihnen so die Möglichkeit zum Vergleich mit Ihrer Einrichtung:

Erfolgs-, Finanzierungs- und Liquiditätskennzahlen

Die Entwicklung der Erfolgs-, Finanzierungs- und Liquiditätskennzahlen bestätigen die positiven Effekte der Umstellung auf Pflegegrade im Geschäftsjahr 2017 durch die Höherstufung der Bewohner und den gewährten PSG II-Zuschlag. Die verbesserten Jahresergebnisse stärken die Eigenkapitalausstattung und Liquiditätsreserven der Einrichtungen.

Pflegesätze (vollstationäre Pflege)

Die Einrichtungen konnten deutliche Steigerungen der Pflegesätze verhandeln. Der Investitionskostensatz ist aufgrund von Sparmaßnahmen vor dem Hintergrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Pflegestärkungsgesetz II rückläufig.

Leistungsdaten - Auslastung und Struktur -

Die Auslastung der Einrichtung ist leicht rückläufig, aber unverändert gut. Die Pflegestruktur ist gekennzeichnet von dem Bestandschutz aus der Überleitung in Pflegegrade mit den sog. Stufensprüngen. Ob die gute Pflegestruktur gehalten werden kann ist zweifelhaft, hier wird mit Spannung auf die Vergleichskennzahlen für das Geschäftsjahr 2018 geblickt werden.

Erfolgskennzahlen - Personal -

Die durch Sondereffekte vergleichsweise deutlich gestiegenen Erlöse verringern die Personalkostenquote vom Umsatz, während die Personalaufwendungen analog zu den tariflichen Vereinbarungen anstiegen. Die Unsicherheiten bezüglich des zukünftigen Personalbedarfs führten zudem zu einem Anstieg der Rückstellungen für Urlaub und Überstunden.

Um Ihre Altenhilfeeinrichtung zukunftsgerecht aufzustellen, unterstützt Sie die BPG Unternehmensberatung gerne bei einer strategischen Standortbestimmung, der Maßnahmenplanung sowie der Entwicklung eines handlungsorientierten Umsetzungskonzeptes. Auch bei operativen Themen stehen wir Ihnen mit unserem Fachwissen und Erfahrungswerten hinsichtlich der optimalen Personalsteuerung und Dienstplangestaltung sowie in Fragestellungen rund um die Themen Pflegesatzverhandlungen und Unternehmergewinn zur Verfügung.

Haben wir Ihr Interesse geweckt oder Fragen aufgeworfen? Dann lernen Sie uns in einem gemeinsamen Termin kennen und diskutieren Sie mit uns Ihre spezifischen Herausforderungen und unsere möglichen Unterstützungsleistungen.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Ihre Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. Jürgen Groteschulte
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